Kreative Pause

Kennst du das Gefühl, leer zu sein? Keine Ideen zu haben? Alles, was du beginnst, verliert nach kurzer Zeit seine Faszination? Nichts gelingt?
Genauso ging es ir die letzten beiden Jahre. Ich habe spannende Projekte begonnen, tausend Ideen verworfen, war mit keiner Arbeit zufrieden, und vor allem, ich war mit mir – was meine künstlerischen Arbeiten angeht – mehr als nur unzufrieden. Und wenn ich ehrlich mit mir bin, war und bin ich mit mir unzufrieden. Ich konnte das, was mich beschäftigt, nicht in eine positive Wendung geben. Oft gelingt mir das in Form einer künstlerischen Auseinandersetzung. In den letzten beiden Jahren war mir dies einfach nicht möglich. Ich habe keine Ahnung, weshalb. Wie gelähmt nehme ich die weltpolitische Lage wahr, anstatt laut aufzuschreien und diese Gräueltaten und Ungerechtigkeiten anzuprangern. Mein Unverständnis, dass die Menschheit aus vergangenen Kriegen nichts gelernt hat und meine Wut über die Unverschämtheit derer, die aus Kriegen profitieren und noch reicher werden, haben mich verstummen und wie gelähmt fühlen lassen.
Es gäbe noch viele andere Beispiele – die Klimakatastrophe, auf die wir zu rasen, die Angst vor der KI, die permanente negative Informationsflut, die Angstmacherei der Politiker und und und.
Ich bin mit der Hoffnung aufgewachsen, dass Kriege vorbei sind. Dass Frieden auf der ganzen Welt möglich wird. Und diesen Glauben werde ich nicht verlieren, weil ich weiss, dass das im tiefsten Herzen alle Erdenbewohner wollen. Es sind leider immer noch zu viele, die ihre Gier über ihren Herzenswunsch stellen. Und daran werde ich alleine nichts ändern können. Aber ich kann anderen das Gefühl geben, mit ihren Gedanken nicht alleine zu sein.
Deshalb ist dieser Post ein erstes Zeichen zurück nach aussen, dass ich immer noch da bin, dass sich an meinen Idealen nichts geändert hat, dass ich immer noch träumen kann und mich nicht unterkriegen lasse.
In den letzten Wochen und Monaten habe ich mich mit Portraits und der Frage, wie viel Schärfe braucht es, dass man eine Person gut erkennt und sie nicht in der Unschärfe verschwindet. Bei diesem Prozess hat mich meine Fotofreundin Valeria unterstützt. https://www.instagram.com/valeria_faeh/ Schaut mal bei ihr rein, sie macht wundervoll ästhetische Bilder.

